salutogenetisch orientiert 

Rezept für ein Händedesinfektionsmittel

70 ml Bio-Alkohol (z.B. hochprozentiger Weingeist) wird mit

folgenden ätherischen Ölen versetzt

8 Tropfen Ravintsara

5 Tropfen Zitrone

5 Tropfen Orange

5 Tropfen Lavandin

2 Tropfen Lemongrass

1 Tropfen Thymian Thymol

Anschließend geben Sie dieses Gemisch in eine Sprühflasche mit 30 ml Rosenwasser. Nun kräftig schütteln und einen Tag ruhen lassen.

Mehrmals oder bei Bedarf 2-3 Sprühstöße auf die gewaschenen Hände sprühen und verreiben, so dass alle Bereiche Ihrer Hände versorgt sind.

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Aromatherapie – Teilbereich der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)

Die Aromatherapie, als Teil der Phytotherapie, ist fester Bestandteil meiner naturheilkundlichen Behandlungen.

Die Aromatherapie (Aromapraxis) ist keine eigenständige Therapieform. Sie ist ein Teilbereich der Pflanzenheilkunde. Während die Pflanzenheilkunde die ganze Pflanze, deren Bestandteile oder deren Extrakt nutzt, geht es in der Aromatherapie nur um ganz bestimmte, hochwirksame Pflanzensubstanzen – um die ätherischen Öle, 100 Prozent reine Essenzen.

Gewonnen werden ätherische Öle mittels Wasserdampfdestillation, Extraktion (Auszug) oder Expression (Kaltpressung). Die wirksamen Inhaltsstoffe der Pflanzen unterliegen natürlichen Schwankungen, bedingt durch Klima, Licht, Standort und Erntezeitpunkt. So ist jede Essenz einmalig.

 

Quintessenz – Das fünfte Wesen

„Die Essenz einer Pflanze ist wie ihre Persönlichkeit.“ Robert B. Tisserand  

Die Bezeichnung „ätherisch“ ist auf das griechische „Aither“ zurückzuführen und wird als „Himmelsluft“ übersetzt. Äther war für die griechischen Gelehrten das fünfte Element, neben Feuer, Wasser, Luft und Erde. Er wurde als eine feinstoffliche und unvergängliche Ursubstanz, die alles durchdringt, verehrt.

Im Mittelalter kam das Wissen der ätherischen Öle nach Europa. Die Alchimisten bezeichneten sie als die „Quinta Essentia“ oder als „quintus“ auch „fünfter“ und „essentia“ das „Wesen“.

Der Begriff „Aromatherapie“ wurde erstmals von dem französischen Chemiker Renè-Maurice Gattefossé in seinen Werken "Aromatherapie" und "Essentielle Antiseptika" verwendet. Es bedeutet wörtlich übersetzt „Gewürzpflege“, abgeleitet von den griechischen Wörtern „aroma“ übersetzt „Gewürz“ und „therapeia“ übersetzt „pflegen“ und/oder „dienen“.  

Die „Pflege mit Gewürzen“ bezeichnet die kontrollierte Anwendung ausgesuchter hochkonzentrierter, 100 Prozent reiner pflanzlicher Essenzen.

 

Kostbarkeiten der Natur

Ätherische Öle sind organische Stoffwechselprodukte, kleinste Öltröpfchen, die in Öldrüsen durch Photo- und Biosyntese in oder auf dem Pflanzengewebe gebildet werden. Sie sind in Blüten, Blättern, Fruchtschalen, Samen, Wurzeln, Harzen, Rinden und im Holz aromatischer Pflanzen enthalten.

Diese winzigen Öltröpfchen enthalten eine immense Vielfalt von Stoffen. Pro Pflanze können es über 500 verschiedene Bestandteile sein. Jedes Öl ist eine einzigartige und hochkonzentrierte Zusammensetzung von natürlichen Chemikalien. Pflanzensäuren, Alkohole, Aldehyde, Ester, Ketone, Phenole und Terpene zählen zu den wertvollen therapeutischen Bestandteilen.

Vollgepackt mit Heilkraft, verleihen sie der Pflanze ihren Duft, locken Insekten zur Befruchtung an und bieten ihr Schutz vor Bakterien, Viren und Pilzen und somit vor Krankheiten. Diesen Schutz kann auch der Mensch für sich nutzen. Sie können antiseptisch, bakterizid, virizid, fungizid, entzündungshemmend, krampflösend, verdauungsfördernd, beruhigend, anregen wirken – je nach der individueller chemischen Zusammensetzung.

Ätherische Öle sind weit mehr als nur Düfte. Sie besitzen die charakteristischen Eigenschaften der jeweiligen Pflanze, deren Lebenskraft und gespeicherte Energie. Es verkörpert in besonderer Weise ihre Seele.  

Viele Menschen erleben die ätherischen Öle als eine Art Wesen, das sich über den Duft mitteilt. Sie verkörpern damit eine physische und eine feinstoffliche Komponente. Sie gehen immer in Resonanz mit dem ganzen Menschen, mit seinem Be- und Unterbewusstsein und den kognitiven Fähigkeiten seines Gehirns.

Aus der Sicht der Ordnungstherapie sind ätherische Öle in der Lage, durch die mit dem Duft übertragenen Informationen, energetisch ungeordnete Bereiche des Energiefeldes ausbalancieren. Aber auch über über die Haut und/oder oral aufgenommen, können sie die Homöostase fördern.

 

Behandlung mit ätherischen Öle

Therapie bedeutet auch hier eine gründliche Anamnese, eine Diagnose – und in genauer Kenntnis der Ursache  – eine sorgfältige Auswahl und Dosierung sowie Kenntnis der Eigenschaften und Wirkungsweisen der hochkonzentrierten Essenzen. 

„Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“ Paracelsus

Leichtere Beschwerden lassen sich gut ausschließlich mit ätherischen Ölen behandeln, und auf jeden Fall können sie sehr gut ergänzend zu anderen medizinischen, physikalischen oder psychologischen Therapieformen eingesetzt werden.

So können ätherische Öle soziale Kontakte, wie die Mutter-Kind-Beziehung, partnerschaftliche Beziehungen, das Gesprächsklima zwischen Verhandlungspartnern fördern und unterstützen. Sie können die menschliche Psyche äußerst positiv beeinflussen oder Stimmungslagen können schlagartig aufhellen, ohne dass sich die Betroffenen der eigentlichen Ursache bewusst sind.


Anwendung bei folgenden Beschwerdebildern

Äußerlicher Anwendung

Über den Geruchsinn

Tagtäglich atmen wir durchschnittlich 23 000 Mal ein und aus. Deshalb ist die naheliegendste Anwendung von ätherischen Ölen das Inhalieren.

Die Duftwahrnehmung bewirkt eine Ausschüttung von verschiedenen Botenstoffen. Dopamin, Serotonin, Encephalin, Endorphin, Noradrenalin und Gamma-Aminobuttersäure steuern u.a. unsere Wahrnehmung, unser Denken und Wohlbefinden.

Über den Hippocampus wird die Duftinformation in das Kurz- und Langzeitgedächtnis geleitet. Sie gelangt auch zum Hypothalamus, dem wichtigsten Steuersystem des vegetativen Nervensystems. Es ist für Körperfunktionen, die automatisch ablaufen, zuständig.

Der Geruchsinn ist der einzige Sinn des Menschen, der nicht über das Kontrollzentrum des Großhirns läuft. Somit kann ein Riechreiz nicht interpretiert werden.

Düfte wirken besonders tief und nachhaltig auf die Psyche. Stimmungen, Gefühle, Emotionen, Vorlieben, Ekel, Ängste und  Abneigungen sind mit Dufterlebnissen verbunden. Sie lösen Assoziationen aus. Deshalb können wir noch nach Jahren einen Duft wieder mit der passenden Situation verbinden und uns dabei gut oder schlecht fühlen.

Es gibt eine enge Wechselwirkung zwischen der emotionalen Ebene, des Denkens und Lernens sowie des Immunsystems. Deshalb ist es möglich, dass Düfte eine schnelle körperliche, geistige und psychische Wirkung auf unseren Organismus haben. Angenehme Düfte fördern die Gesundheit auf allen Ebenen.

Über die Haut

Die Haut ist mit einer Oberfläche von 1,5 bis 2 m² unser größtes Sinnesorgan (schematische Darstellung Anhang 2). Damit steht sie für eine ausgedehnte Behandlungsfläche mit entsprechend intensiver Penetration zur Verfügung.

Ätherische Öle können auf Grund ihres geringen molekularen Gewichts (Molekulargewicht von unter 225) und ihres lipophilen Charakters über die Haut und Schleimhaut aufgenommen werden. Dies geschieht per Diffusion über Lücken der Barrierefunktion, wie Öffnungen der Hautanhangsgebilde – Haarfollikel, Talg- und Schweißdrüsen.

Haben die Moleküle die Epidermis überwunden, gelangen sie über die Lederhaut, zur Interzellularflüssigkeit, zum Lymphsystem, in den Blutkreislauf, zu den Organen. So können sie den gesamten Organismus beeinflussen. Sie erreichen Bereiche des Körpers, die Medikamenten nur mit erheblichen Nebenwirkungen zugänglich sind.

Die perkutane Anwendung geschieht über Massagen, Einreibung, Bäder, Waschungen, Wickel, Auflagen, Mund- und Nasenspülungen und kosmetische Applikationen.

Innerliche Anwendung

Über die Atmung 

Über die Schleimhäute des Atemtraktes dringen die Dämpfe der ätherischen Öle ein. Dies hat zum Beispiel eine krampflösende, schleimlösende oder desinfizierende Wirkung.

Über den Verdauungstrakt

Die medizinische Verschreibung zur inneren Einnahme bleibt in Deutschland Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten.

Die Einnahme auf Würfelzucker, Milchzuckertabletten oder Xylitol-Globuli ist in der Selbstmedikation geläufig, jedoch nicht für jedermann verträglich, da die ätherischen Öle auf diese Weise unverdünnt an die empfindlichen Schleimhäute von Mund und weiterem Verdauungstrakt gelangen. Sie können ggf. leichte bis schwere Schleimhautreizungen verursachen.

„Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“ Paracelsus

Näheres unter:

www.akademie.primaveralife.com/aromatherapie/aurum-manus.php

www.aromapraxis.de

 


Anwendungsbereiche

  • Atemwege

Vorbeugen in Grippezeiten

Erkältungskrankheiten

  

  • Allergisch Reaktionen

Schnupfen

Asthma bronchiale

  

  • Nervensystem

Kopfschmerzen

Ohrengeräusche

Nervenentzündungen (Neuralgien)

  

  • Herz-Kreislaufsystem

Kreislaufbeschwerden (Hyper- und Hypotonus)

Besenreiser, Krampfadern

Unterschenkelgeschwür

Bluterguss (Hämatom)

Arterielle Gefäßerkrankungen

  

  • Lymphsystem

Lymphstau

 

  • Verdauungssystem (Magen- und Darmbeschwerden)

Übelkeit

Blähungen

Nervöser Magen- und Bauchschmerzen

Reizdarmsyndrom

Hämorrhoiden

Leberschwäche

Gallenprobleme

  

  • Haut

gereizte, entzündete Haut

Akne

Insektenstiche

Schuppenflechte

Kopfhautekzem

Intertrigo (Wundreiben)

Dermatitis glutaealis (Windeldermatitis

Dekubitus (Wundliegen)

Stomapflege

Bestrahlungsprophylaxe

Narbenpflege

 

  • Wundbehandlung

 

  • Hand- und Fußpflege

Rissige, aufgesprungene Haut

Paronychie (Nagelbettentzündung)

Fußpilz

Nagelpilz

Fußschweiß

Herpes zoster (Gürtelrose)

Sonnenbrand

Verbrennungen, Erfrierungen

  

  • Bewegungsapparat

Muskelkater

Muskelzerrung

Prellungen

Verstauchungen

Rückenschmerzen

  

  • Rheumatische Beschwerden

  

  • Gicht

  

  • Frauenbeschwerden

Menstruationsbeschwerden

Blasenentzündungen

Klimakterisches Syndrom (Wechseljahrsbeschwerden)

Vaginalpilz

PMS 

 

  • Schwangerschaft und Geburt

Übelkeit

Wasseransammlungen

Schwangerschaftsstreifen

Lochien (Wochenfluss)

Milchstau

Mastitis (Brustdrüsenentzündung)

Wochenbettdepression

Rezepturen für Wehenöl, Dammmassageöl

 

  • Speziell für Kinder

Erkältung und Grippe

Halsschmerzen

Kopfschmerzen

Eczema atopicum (Neurodermitis)

Windeldermatitis

Windpocken

„Schreibaby“

Bauchschmerzen

Seelisches „Bauchweh“

Schlafstörungen

Pubertätskrisen

Unruhe

Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten

 

  • Psychosomatische und seelische Beschwerden, Stresssymptome

Dem Burn-out vorbeugen

Mattigkeit und Erschöpfungszustände

Müdigkeit und Antriebsschwäche

Konzentrationsschwierigkeiten

Nervöse Muskelverspannungen

Schlafstörungen

„Morgenmuffel“

Seelische Beschwerden

Große Empfindsamkeit

Mangelndes Selbstbewusstsein

Depressive Verstimmungen

Angst

Suchterkrankungen

Traumastörungen

 

  • Sterbebegleitung